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Die lange unterschätzte Jazzrebellion

entartete Musiknach: http://www.welt.de/kultur/history/article13861033/Im-Bananenrock-gegen-das-braune-Bayreuth.html , http://www.dafkurse.de/lernwelt/ereignisse/weisserose/weisserose.htm, Potápky, článek z roku 1941: http://nase-rec.ujc.cas.cz/archiv.php?art=3547

… die von den Nazis als "entartet" bezeichnete verbotene Jazz-Musik.

Richard Strauss sprach von der "Musik der Kannibalen". Hitler hatte in "Mein Kampf" bereits gewarnt vom "Vormarsch der Niggermusik". Eine Rundfunkverordnung aus den Nazi-Zeiten untersagte das Senden von "Negerjazz". Der "Völkische Beobachter" beschrieb den Swing als Ausdruck des "kulturbolschewistischen Judentums". Das Volk aber erkannte Jazz, wenn es ihn hörte, oft und gern, während die Reichführung hysterisch wurde. "Was mit Ellington anfängt, hört mit dem Attentat auf den Führer auf", erklärte ein SS -Sturmbannführer .

1939: Schüler und Studenten gaben sich dem Jazz hin und dem Ärger mit der Macht. Sie grüßen mit "Swing Heil!" Durch die Straßen Wiens tanzten die Schlurfs, Berlin hatte die Swing-Heinis, Prag die Potapki und Paris die Zazous, die Boris Vian als Straßenmärtyrer bedichtete.

Sie wollten ein freieres, nicht von nationalsozialistischen Gesetzen und Vorschriften bestimmtes Alltagsleben und eine eigene Kultur. Sie hörten in Clubs und Cafés die von den Nazis als "entartet" bezeichnete verbotene Jazz-Musik. Sie trugen Kleidung, die sich an der englischen und amerikanischen Mode orientierte; die Jungs hatten längere Haare, die Mädchen schminkten sich - all das galt bei den Nationalsozialisten als "undeutsch". Anfang 1942 befahl Himmler, die Anführer in Konzentrationslager zu schicken.

Bei uns schrieb von dieser Jazzrebellion gegen die Totalität der im Jahre 2012 gestorbene Schriftsteller Josef Škvorecký und stilisierte sich in der Gestalt des Danny Smiřický – z. B. die Novelle „Eine kleine Jazzmusik“, „Prima sezóna“, „Povídky tenorsaxofonisty“ usw.

Einmal stürmte die SS die Bühne und verlangte deutsche Tanzmusik. Die Band spielte den Schlager "Bei mir bist du schön" aus dem jiddischen Musical "Men ken lebn nor men lost nisht". Ironie gegen Idiotie.

Die lange unterschätzte Jazzrebellion gegen den Nationalsozialismus würdigt eine neue deutsche Studie: Wolfgang Beyer u. Monica Ladurner: Im Swing gegen den Gleichschritt. Die Jugend, der Jazz und die Nazis. (Residenz, Salzburg. 241 S., 21,90 €. ISBN 978-3701732180)

Andrews Sisters - Bei mir bist du schön

Moderne Version - Bei mir bist du schön - aus Aserbaidschan


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